Montag, 24. April 2017

Von Luxusstrassen und Geburtshelferkröten



Auch wenn der eine oder andere vielleicht den Eindruck hat, dass ich den lieben langen Tag nichts anderes mache als Modelshows zu gucken oder boshafte Blogs über Männer  zu schreiben: Ich mache durchaus auch noch andere Sachen. Disney Filme schauen zum Beispiel oder Tarotkarten legen.  Aber letzten Freitag habe ich mich tatsächlich mal wieder aufgerafft und habe was Politisches getan. Das bestand zwar nur darin, dass ich zur Parteiversammlung ging, aber so schusselig wie ich momentan drauf bin, ist es schon ein Leistung, dass ich den Termin nicht vergessen habe.

Und dort sah ich ihn dann live und in Farbe: Cédric Wermuth. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich ihm in meiner schlimmsten SP – Krise die Gefolgschaft auf Twitter gekündigt habe, weil ich seine Tweets als eine Spur zu selbstherrlich empfand. Dann sah ich mir die Dokumentation über die Umsetzung der MEI an und da stieg er wieder in meiner Achtung. Weil er nämlich a) eine unabhängige Buchhandlung besuchte und b) in ein Fitnessstudio ging. Also nicht, dass ich Muskeln so toll finde, aber ich empfand es irgendwie als beruhigend, dass sogar der Vorzeige – Linke überhaupt, ein kleines bisschen oberflächlich ist. Da fühlt man sich doch gleich besser.

Egal: Ich muss sagen, ich verstehe wieso er so erfolgreich ist. Der Mann hat einfach Charisma. Und ein riesiges Redetalent. Das Thema war die Rentenreform – bekanntlich eher etwas trocken und ziemlich kompliziert – und er warf da locker mit Zahlen um sich, als erzähle er gerade ein hübsches Märchen. Das Ganze garnierte er noch mit Anekdoten aus dem Bundeshaus und geschickt platzierten Witzen oder Spitzen gegen die andere politische Seite. Ziemlich clever wie er sein Publikum um den Finger wickelt. Mich würde es aber aus rein psychologischer Sicht schon interessieren, ob er wirklich so selbstbewusst ist, wie er sich gibt oder ob das nicht auch ein bisschen Theater ist um Unsicherheit zu überspielen. Ein bisschen zu glattgebügelt ist mir diese Fassade immer noch. Aber das ist jetzt nur eine ganz persönliche Einschätzung.

Fragt mich aber ja nicht, was er alles erzählt hat. Ich hab wirklich zugehört, aber mich irgendwie gefühlt wie in einer Mathestunde. Viele Zahlen mit denen ich nichts anzufangen wusste und nur hin und wieder einen Fetzen, den ich wirklich verstand. Gut, wurden wir wenigstens nicht aufgerufen und abgefragt. Hey, die klügsten Köpfe haben sich über diese AHV – Reform den Kopf zerbrochen! Wie soll ich denn entscheiden ob die jetzt gut oder schlecht ist? Ich kann ja nicht einmal rechnen!

Auf jeden Fall habe ich jetzt bei unserer Urabstimmung (Alle SP – Mitglieder wurden dazu aufgefordert abzustimmen ob die SP die Rentenreform jetzt unterstützt oder nicht) das Kreuzchen bei „Ja“ gemacht. Mich hat schlussendlich das Argument überzeugt, dass man eine Ablehnung der Reform niemals als ein linkes „Nein“ verstehen würde oder als „Nein“ zur Erhöhung des Rentenalters für Frauen, sondern als „Nein“ zu den Verbesserungen der Rentenreform (ja, seht ihr: Einen Teil habe ich doch verstanden!).

Zwischendurch wurde es noch emotional, weil man sich uneinig war über die Frage ob es jetzt okay ist das Rentenalter für Frauen zu erhöhen oder ob es eine Frechheit ist, im Anbetracht der Tatsache, dass Frauen noch immer weniger verdienen und auch sonst im Berufsleben eher schlechter gestellt sind. Der Feminismus umzingelt mich gerade. Irgendeinmal bin ich sicher in der Lage eine gereifte Stellungnahme zu diesem Thema zu schreiben, aber da ich ehrlich gesagt immer ein bisschen aufs Dach bekomme, wenn ich versuche über Feminismus zu schreiben – oder versuche Witze über Feminismus zu reissen – lasse ich es momentan lieber mir die Finger an diesem Thema zu verbrennen.

Noch emotionaler ging es nach dem Apéro zu. Es ging nämlich um die berühmt berüchtigte Umfahrungsstrasse die gebaut werden soll. Oder eben nicht gebaut werden soll. Darum ging der Krach nämlich. Um Aarwangen verkehrsmässig zu entlasten, soll eine Umfahrungsstrasse gebaut werden. Die würde nur dummerweise durch das sehr schöne Smaragdgebiet führen, in dem zahlreiche Tier – und Pflanzenarten vorkommen. Das Referendum wurde ergriffen, die Unterschriften kamen zusammen und so kommen wir  zu der Ehre abstimmen zu dürfen ob die „Luxusstrasse“ jetzt gebaut wird oder nicht.

Ich dachte ja nicht, dass Strassen ein so emotionales Thema sein können, aber weder das Ja – noch das Nein – Lager scheuen sich davor mit der ganzen Bandbreite an Emotionen auszuspielen. Während die Befürworter auf „Arme Schulkinder, die jeden Tag unter Einsatz ihres Lebens den Schulweg hinter sich bringen müssen“ setzen, ziehen die Gegner die „Arme Tiere, die vom Aussterben bedroht sind und denen jetzt quasi der Lebensraum unter dem Arsch abrasiert wird“ – Karte.

Es wurde also ziemlich hitzig debattiert. Ob das jetzt effektiv etwas bringe, ob das nicht zu einem grösseren Verkehrsaufkommen in Langenthal oder Bützberg führen würde, ob man das Geld nicht lieber für etwas Anderes ausgeben würde, ob man jetzt Arbeitsplätze in der Industrie sichern kann, indem man die Strasse baut und ob es nicht doch noch eine andere Variante geben würde, mit dem man den Verkehr beruhigen kann.

Also offenbar ist es so, dass das Geld, das der Kanton zur Verfügung stellt, entweder für die Strasse zur Verfügung gestellt wird oder gar nicht. Zu meiner grossen Ernüchterung ist es offenbar nicht möglich dieses Geld einfach in etwas anderes zu investieren (Schade). Und naja etwas lässt sich nicht von der Hand weisen: Verkehr, Natur und viel Wohnraum ist schwer unter einen Hut zu bringen. Wir alle wollen mobil sein. Wir alle wünschen uns günstigen Wohnraum. Wir alle wünschen uns Platz. Dafür zahlen wir – oder besser gesagt die Natur – eben auch den Preis.

Ich hab mich trotzdem für ein Nein entschieden. Zum einen weil zu den Tierarten, die sich im Smaragdgebiet häuslich eingerichtet haben, auch die Geburtshelferkröte gehört. Ich liebe Kröten. Und Frösche. Als Kind habe ich die immer eingefangen und aus der Nähe bewundert. Danach habe ich sie selbstverständlich wieder freigelassen. Aber Kröten sind toll! Nur mal so als Tipp: Wenn ihr euch optimal entspannen wollt, stellt euch  eine Kröte vor. Die wirken auf mich immer auf so erhabene Weise gelassen, das färbt ab!

Zum anderen habe ich das Gefühl mir erlauben zu können, nein zu sagen. Denn ich fahre nämlich kein Auto. Ich benutze immer den ÖV oder gehe zu Fuss (okay, manchmal lasse ich mich von meinem Vater rumkutschieren. Aber wirklich nur manchmal). Deshalb ist meine Öko – Bilanz ziemlich gut (endlich mal etwas in dem ich Vorbild sein kann!). Und deshalb habe ich mich für die Natur und gegen die Strasse entschieden (sonnt euch ruhig im Glanz meiner weissen Weste, ihr niederen Sterblichen).

In diesem Sinne: Es lebe die Geburtshelferkröte!



Samstag, 22. April 2017

Der Mörder in meinem Bett



Ich teile mein Bett mit einen Mörder. Mit einem sehr süssen Mörder sogar. Flauschig mit spitzen Öhrchen und Samtpfoten; schnurrend und anschmiegsam, zärtlich und liebevoll; ein praktischer Wärmeofen im Winter, mit dem man wunderbar kuscheln kann. Die Rede ist natürlich von meinem Kater, den ich so heiss und innig liebe, dass ich ihm bereitwillig einen Teil meines Betts überlasse (also in seinem Universum ist es SEIN Bett, dass er MIR in seiner endlosen Grossmut zumindest nachts zur Verfügung stellt). Mein zweiter Kater kommt zwar nicht in mein Bett, dafür leistet er mir auf dem Sofa oder beim Frühstück Gesellschaft, wo er sich mit Vorliebe auf meiner Zeitung räkelt. Ich liebe meine Katzen.

Aber jetzt musste ich lesen, dass meine Stubentiger boshafte Mörder sind; verschlagen und falsch, ein Wolf im Katzenfell. Denn laut einigen Naturschützern sind die Büsis dafür verantwortlich, dass der Bestand von Wildvögeln und Reptilien rapide abnimmt. Deshalb sollen laut dem Aargauer Grossrat Johannes Jenny in Zukunft auch Katzenhalter eine Steuer entrichten müssen. Oder die Katzen gar nicht mehr nach draussen gelassen werden.
Wir hatten immer Hauskatzen. Dies weil wir keine Lust hatten die überfahrenen Reste unserer Tiere von der Strasse zu kratzen. Immer wieder mussten wir uns anhören, dass das Tierquälerei und nicht artgerecht sei. Und jetzt plötzlich finden die Naturschützer, dass Katzen nach drinnen gehören, damit sie nicht jagen können?

Ja, es stimmt: Katzen sind Jäger. Und sie sind nicht zimperlich. Für sie ist die Jagd auch immer Teil eines Spiels. Und sie töten auch nicht nur aus Hunger, sondern aus Lust an diesem Spiel. Meine Stubentiger sind zwar zu doof, um auch nur eine Fliege zu erwischen, aber wenn sie sich auf die Lauer legen, sieht man die Veränderung ihres Wesens. Katzen haben auch eine boshafte Seite an sich. Das gehört zu ihnen, so wie die spitzen Ohren und der lange Schwanz.

Ihnen aber jetzt die Schuld am Schwund der Wildpopulation in die Schuhe bzw. in die Pfoten zu schieben, ist einfach nur bescheuert. Warum haben wir denn überhaupt einen so geringen Bestand an Reptilien? Ich rate jetzt einfach mal wild drauflos und sagte, das liegt daran, dass wir alles zubetonieren, was uns in die Finger kommt. Möglicherweise liegt es auch daran, dass wir überall Strassen bauen. Möglicherweise liegt es daran, dass der natürliche Lebensraum für diese kleinen Tierchen schwindet. Aber das ist jetzt wirklich nur eine ganz gewagte These von mir, es ist natürlich viel wahrscheinlicher, dass diese bösen Teufelskatzen dafür verantwortlich sind!

Wie viele Frösche werden jährlich bei ihren Wanderungen überfahren? Kommt deshalb jemand auf die Idee, Autos zu verbieten? Nein! Obwohl es der Natur definitiv mehr helfen würde als eine Katzensteuer zu erheben. Aber weil wir halt alle mobil sein wollen (ich schliess mich da auch gar nicht aus), zahlen wir halt auch den Preis. Man kann halt nicht immer den Bio – Apfel und den Porsche haben.

Ein Tier ist ein Tier und handelt aus purem Instinkt. Wenn Naturschützer der Meinung sind, Katzen seien rücksichtslose Jäger, die andere Tiere aus purer Bosheit töten, müssen man konsequenterweise auch eine andere Haltung gegenüber dem Wolf einnehmen. Denn auch der Wolf ist ein Jäger, der es zum Beispiel auf süsse Rehe abgesehen hat. Oder möchte man dem Wolf auch ein Glöckchen um den Hals binden, damit seine Beute eine reale Chance auf eine Flucht hat?

Nicht falsch verstehen: Ich persönlich finde es toll, dass der Wolf es sich wieder in den Schweizern Wäldern bequem macht. Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass gewisse Naturschützer ein eher verdrehtes Verhältnis zur Natur haben. Natur ist nun einmal kein hübscher ordentlicher Garten, in dem sich alle ganz dolle lieb haben. Natur ist oft wild, ungebändigt und brutal.

Katzen wurden schon mal fast ausgerottet. Im Mittelalter wurden die Katzen gejagt, weil sie als Hexentiere galten. Das Resultat war eine Mäuseplage. Wenn man etwas nicht versteht, ist es immer gleich böse. Natürlich sind Katzen keine Heiligen. Sie sind auch nicht einfach nur süss und knuddelig. Sie haben scharfe Zähne und scharfe Krallen, die sie auch einzusetzen wissen.

Aber wisst ihr was: Katzen lassen selten ihren Müll in Wäldern zurück. Katzen hatten auch noch nie den genialen Einfall Elefanten zu töten, um an ihre Stosszähne zu kommen oder den Regenwald abzuholzen, um damit einen Haufen Geld zu verdienen. Katzen bauen keine riesigen künstlichen Schneepisten, damit sie schon im September Skifahren gehen können. Katzen machen auch keine Tierversuche mit Affen um herauszufinden wie deren Gehirn funktioniert. Und Katzen organisieren auch keine Safaris, wo Touristen bequem mit dem Gewehr Tiere abknallen können. Das alles macht der Mensch und es schadet der Natur enorm.

Wie wäre es also mit einem Ausgehverbot für Menschen?

Montag, 17. April 2017

Mythen über Singles




Singles warten nur darauf abgeschleppt zu werden

Das ist wahrscheinlich so eine Art Wunschtraum von Männern, der von zahlreichen Liebesfilmen und Serien untermauert wird. Weibliche Singles haben nach dieser Theorie ständig auszusehen wie ein Bond – Girl, ständig auf wilde Feten zu gehen um dort dann auf die dümmsten Anmachsprüchen anzuspringen, weil sie ja so verzweifelt sind. So wie man sich für eine Unterhose entscheidet, die einem zwar nicht unbedingt gefällt, die man sich dann aber doch überzieht, weil nichts anderes mehr da ist und man eben nicht ohne rumlaufen will.

Nur (und das müssen sich alle Leser und Leserinnen an dieser Stelle klarmachen): Eine Frau braucht vielleicht eine Unterhose, aber keinen Mann. Es ist durchaus möglich, auch ohne Mann durchs Leben zu gehen. Deshalb ist es auch nicht so, als hätte man als Single keine Ansprüche mehr an die potenziellen Partner. Im Gegenteil: Habt ihr euch vielleicht schon überlegt, dass das Mädel, dem ihr gerade besoffen die Ohren volllallt, vielleicht deshalb noch Single ist, weil ihr bis jetzt keiner gefallen hat? Die Gleichung: Schon lange Single und deshalb leicht zu haben, könnt ihr also schon mal knicken.

Singles sind einsam

Das mag so sein wenn man alleine auf einer Eisscholle inmitten des kalten Meeres der Antarktis treibt. Da das aber in den wenigsten Fällen so sein wird: Vergesst es. Einsamkeit hat nicht zwingend etwas damit zu tun ob man jetzt in einer Beziehung ist oder nicht. Man hat ja schliesslich Freunde, Familie und Bekannte. Oder Katzen. Und es soll auch Menschen geben, die sich als Einsiedler sehr wohlfühlen.

Abgesehen davon, kann man auch in einer Beziehung ganz schön einsam sein. Wenn der Partner keine emotionale Nähe zulässt zum Beispiel. Und wenn ihr die Wahl habt zwischen einen kuscheligen, warmen Kater und einem menschlichen, tiefgekühlten Fischstäbchen, ist wohl klar, was die bessere Alternative ist.

Wenn eine Frau sich nicht für Männer interessiert, ist sie lesbisch

Das ist ja immer der genialste Erklärungsversuch. Es kann nicht einfach sein, dass Frau alleine bleiben will oder sich auf ihr Leben konzentrieren will oder erst einmal sich selber finden möchte, nein, es muss natürlich daran liegen, dass die Frau lesbisch ist, sonst kommt das traditionelle Bild der Gesellschaft natürlich ins Wanken. Wo kämen wir denn hin, wenn Frauen ihre Hauptaufgabe, einen passenden Paarungspartner zu finden, einfach so verweigern.

Nur in einer Beziehung findet man das wahre Glück

Ein Mythos, der sich hartnäckig hält. Es gibt zahlreiche Filme und Bücher in denen die zickige Heldin am Ende erkennt, dass sie sich im tiefsten Innern immer eine schöne, innige Beziehung gewünscht hat und dann dem Helden reumütig in die starken Arme sinkt.
Das ist Blödsinn. Natürlich macht Liebe glücklich. Aber sie ist nicht die Einzige Form von Glück. Und wahres Glück ist für jeden etwas anderes. Wenn jemand sich als Freigeist sieht und empfindet, wird eine feste Beziehung kaum das Rezept für Glück sein. Und Liebe kann auch sehr unglücklich machen. Siehe Helena und Paris, die mit ihrer glücklichen Beziehung mal ganz nebenbei eine antike Stadt in Schutt und Asche legten.


Es ist okay Singles dauernd nach ihrem Beziehungsstatus zu fragen

Äh, nein, ist es nicht (ausser ihr seid ein Familienmitglied oder ein guter Freund). Auch als Single hat man nämlich eine Privatsphäre. Ich frage ja Paare schliesslich auch nicht: „Und, wie läuft es bei euch im Bett? Oh und seid ihr schon wieder in einer Krise oder rutscht ihr gerade in eine rein?“

Singles dauernd zu fragen, ob sie dann jemanden gefunden hätten, ist einfach nicht sehr charmant. Besonders wenn man nach einer verneinenden Antwort auch noch ein mitleidiges „Probier’s doch mal mit Online – Dating“ hinterherschiebt. Als hätte man die Pflicht alles zu versuchen, um auch ja noch einen abzukriegen.

Kinderlose Singles passen gerne auf fremde Kinder auf

Das ist völlig logisch oder? Wenn jemand alleinstehend ist und keine Kinder hat, wird er liebend gerne seine Zeit für fremde Kinder opfern. Denn dann können sie praktischerweise auch gleich für die Zeit üben, wenn sie selbst endlich eine kleine Familie haben. Und wenn sie keine haben werden, nun, dann werden sie froh um diese wunderbaren kostbaren Stunden, die sie mit Kindern verbringen durften.
Vergesst den Quatsch. Es gibt auch Frauen, die nun mal keine Kinder möchten. Und die das nicht als Lücke in ihrem Leben empfinden.

Niemand ist gerne Single

Doch. Ich zum Beispiel. Ich mag es nicht, wenn ich dauernd mit SMS zugeknallt werde, ich mag es nicht, wenn ich dauernd jemanden Rechenschaft darüber ablegen muss mit wem ich was mache, ich mag es nicht, wenn ich dauernd Dinge tun muss, die ich eigentlich hasse, ich mag es nicht, wenn mich jemand bei meinen Schreibprojekten stört, weil er mich unbedingt sehen will und ich mag es erst recht, wenn jemand mit mir eine Familie gründen will. Ich will nämlich keine.

Manchmal nervt es mich einfach, dass ich entweder als armes Hascherl, das keinen abkriegt abgestempelt werde oder dann als Freiwild gelte, das man ohne Rücksicht auf Verluste jagen kann. Und deshalb schreib ich es hier jetzt ganz offiziell, ganz deutlich und so, dass man es wirklich nicht missverstehen kann: Ich. Will. Keinen. Typen.

Ausser er sieht aus wie Chris Hemsworth als Thor. Dann können wir noch mal darüber reden.